Krapfen

Neujahr gab es bei uns Krapfen. Ich wusste vorher gar nicht, dass es in vielen Regionen Deutschlands Tradition ist die Krapfen zu Silvester zu essen. Auf die Idee sind wir gekommen, als uns bei einer Runde mit unserem Hund durchs Dorf, dieser leckere Geruch von frisch gebackenen Krapfen in die Nase stieg. Da am Silvestertag keine Zeit zum Backen übrig war, wurden die Krapfen also erst Neujahr gebacken.
Hier nun das Rezept:

Zutaten:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
225 ml Sojamilch (ungesüßt)
100 g Alsan
1 EL Vanillezucker (selbstgemacht, od. 1 Pck. gekauften)
30 g Zucker
1 TL Salz
3 Tropfen Bittermandel-Aroma
200 g Marmelade
Zucker zum Wenden
Frittierfett/Öl



Zubereitung:
Mehl in eine große Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe wird etwas zerbröselt und in die Mulde gegeben. Die Milch in einen Topf geben und erhitzen. Alsan mit in die Milch geben und darin schmelzen. Die Milch sollte nur etwas erwärmt sein, nicht heiß! Etwa ein Viertel der Milch in die Mulde gießen und mit der Hefe vermischen. Die Mischung mit etwas Mehl bedecken und 10 Minuten ruhen lassen. Danach die restliche Milch, den Zucker und Vanillezucker, sowie Salz und Bittermandel-Aroma dazu geben. Alles mit einer Rührmaschine oder den Händen 5 Minuten lang verkneten. Der Teig sollte sich von der Schüssel gelöst haben und nicht an den Fingern kleben.
Die Schüssel mit dem Teig anschließend eine Stunde an einen warmen Ort stellen, z.B. an die Heizung. Der Teig sollte anschließend die doppelte Größe haben.
In der Zwischenzeit wird die Marmelade durch ein Sieb gedrückt, damit diese schön samtig wird. Außerdem bleiben so keine Kerne etc. zurück. Wen das nicht stört, kann diesen Schritt auch weglassen. Das Sieb sollte nicht zu fein sein, da dass sieben dabei sehr langwierig werden kann. 
Wenn der Teig fertig ist, muss dieser in 16 gleich große Teile geteilt werden. Dabei sollte man gleich aufpassen, dass die Teigkugeln keine Falten bekommen. Diese lassen sich nur schwer aus den Kugeln heraus bekommen und sorgen dafür, dass der Teig beim backen leicht aufreist und somit keine perfekte Form bekommt. Leider habe ich zum Formen der Kugeln etwas Mehl genommen, sodass es danach nicht möglich war die Falten komplett zu entfernen, da die Kugeln nicht mehr zu kräftig geknetet werden sollten. Aber da es selbst gemachte Krapfen sind, dürfen die auch so aussehen.
Die Teigkugeln sollten nun erneut 10-15 Minuten ruhen.
In der Zeit kann das Fett/Öl erhitzt werden. Das Fett darf jedoch nicht zu heiß werden, da die Krapfen sonst schnell dunkel sind, aber innen nicht durch.
Unsere Herdplatten können bis auf Stufe 9 gestellt werden. Zum erhitzen des Öls habe ich den Herd zunächst auf Stufe 5-6 gestellt, anschließend jedoch auf Stufe 3 zurückgeschaltet. Wer ein Küchen-Thermometer hat, kann die Temperatur auch so überprüfen, diese sollte bei etwa 160-180°C liegen. Die Krapfen werden dann zunächst von einer Seite frittiert, anschließend von der anderen. Man sollte dabei ständiges drehen der Krapfen vermeiden, da diese sonst nicht richtig durcherhitzen.
Nach dem Frittieren kommen die Krapfen auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller. Sobald die Krapfen etwas abgekühlt sind, können diese mit Marmelade gefüllt werden. Wir haben dazu einen "Spritzbeutel" aus Plastik mit entsprechendem spitzen Aufsatz genutzt. Wie bei den gekauften Krapfen wird die Marmelade von der Seite eingefüllt. Dazu die Spitze bis zur Mitte durchstechen und vorsichtig "kreisen", damit im Krapfen etwas Freiraum für die Marmelade entsteht. Aufpassen, dass das Loch an der Seite nicht zu groß wird! Dann nach Gefühl die Marmelade in die Krapfen füllen. Anschließend noch in Zucker wenden.

Die Krapfen werden wahrscheinlich nicht aussehen wie vom Bäcker, aber die machen ihre Krapfen ja meist auch nicht mehr selbst.





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